Manfred Lossau studierte klassische Philologie
und Philosophie in Frankfurt am Main und Saarbrücken.
Nach dem Studium war er an der Bayerischen Akademie der
Wissenschaften und an der Universität Gießen
tätig. 1970 wurde er an die Universität Trier
berufen. Von 1989 bis 1999 war er Professor am Centre Universitaire
de Luxembourg.
Im Ruhestand hat er nach zahlreichen wissenschaftlichen
Publikationen ein belletristisches Werk veröffentlicht.
Darin handelt es sich um ein Thema, das den Autor seit seinem
ersten Studiensemester nicht mehr losgelassen hat: Die Opferung
Iphigenies durch den König Agamemnon, den Vater. Gibt
es für eine solche Tat eine Erklärung, die über
die Zeiten hinweg Gültigkeit haben kann? – Der
Autor verlegt das Geschehen in die Seele des tragisch geforderten
Vaters, der die Nacht zwischen Verkündigung des Priesters
und – eventuellem – Vollzug des Opfers an der
Küste von Aulis steht und dem die anbrandenden Wogen
ein Bild nach dem anderen aus dem Leben seiner Tochter zutragen.
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