Die
Reise nach Porto Ronco
Remarque & zeitgenossen
Lieder
Illusionen Texte
mit Günter Gall Gesang,
Gitarre, Texte
und Ingo Schneider Gitarre,
Querflöte
Freitag, den 13. Juni 2003 um 20 Uhr im
Centre national de littérature (Maison Servais) in
Mersch.
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Das
Programm
28 Februar 1942, Beverly Hills
"Heimweh
- wir Entfremdeten, - nach
vertrauter
Fremde haben wir schon
Heimweh - der Schweiz.
Deutschland, - das ist schon zu fern..."
E.M. Remarque
Im Mittelpunkt dieser (Zeit-)Reise steht weniger der berühmte
Romanschriftsteller als der Mensch Erich Maria Remarque
(1898-1970). Mit Tagebuchtexten und Briefen stellen wir
den mitfühlenden Beobachter, aber auch den Autonarr
und Lebemann vor, der die Schönen und Reichen Hollywoods
kannte - nicht immer glücklich wie im Falle Marlene
Dietrich, "das Puma".
Und immer wieder das Thema Exil und das Verhältnis
zu Deutschland, das ihn oft in tiefe Depressionen stürzte.
1938 von den Nazis ausgebürgert, wandelte er sich vom
Weltbürger gegen seinen Willen zum "Weltbürger
mit Willen", der Deutschland nicht nur als Deutscher,
sondern auch als Schweizer und Amerikaner sah.
Die Musik
Die
musikalischen Bearbeitungen und Kompositionen von Ingo Schneider
erhellen dabei die Untertöne, einerseits unterstützend,
andererseits eigenständig illustrierend. Die Liedtexte
stammen u.a. von Walter Mehring und Mascha Kaléko.
Sie kommentieren das Schicksal und die Entwurzelung in der
Fremde,
spiegeln aber auch die Sehnsucht nach einem Leben in einer
menschlicheren Welt.
Die
Künstler
Günter Gall, Jahrgang 1947, ist jetzt 28 Jahre
unterwegs als Folkmusiker, Liedersammler und Liedermacher.
Seit mehr als 15 Jahren bringt er mit wechselnder Besetzung
Literatur und Musik auf die Kleinkunstbühnen Deutschlands.
(Bellmann, Kastner, Kaleko, Ringelnatz...)
Mit der Remarque Reminiszenz präsentiert er das siebte
Programm dieser Art. Er lebt als freischaffender Musiker
und Autor (zahlreiche CDs und Bücher) in Osnabrück.
Ingo Schneider, Jahrgang 1966, studierte an der
Musikhochschule Hannover / Osnabrück klassische Gitarre
und erwarb anschließend die "künstlerische
Reife" bei Wolfgang Lendle in Kassel. Er vervollständigte
seine Studien durch Meisterkurse bei A. Carlevaro, Hubert
Koppel und Thomas Müller-Pering. Derzeit lehrt er an
der Universität Osnabrück und ist neben seinen
Solokonzerten in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen
tätig.
Die
Presse...
"...Vielmehr ist es eine Expedition in die Seele...
Gall, stehend vor seinem Publikum, spricht davon mit viel
Gefühl in der dunklen Stimme... Musikalisch wird die
dichte Atmosphäre von lngo Schneider mit Gitarre und
Querflöte noch gesteigert. Stimme und Klang passen
zusammen und erzeugen mal Sentimentalität, mal gelöste
Heiterkeit...
Und während der Zirkus des Lebens weitergeht wandern
die Augen der Zuhörer immer wieder zum Porträt
rechts an der Wand. Da blickt der Schriftsteller auf seinen
Wiedergänger Gall und irgendwie schaut er auch durch
ihn hindurch. Es gibt eine Frage an diesem gelungenen Abend
der sich niemand entziehen kann.
Sie lautet:
Was sehen, wovon erzählen diese Augen?"
Neue
Osnabrücker Zeitung
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